Regionale und transnationale Netzwerkstelle

In der Rolle 2 soll eine Lokale Aktionsgruppe (=LAG) den Aufbau eines regionalen und transnationalen Netzwerks wirtschaftlicher und persönlicher Beziehungen vorantreiben. Das heißt soziales Kapital fördert ökonomisches Kapital. In den Entscheidungs- und Arbeitsgruppen der LAG sind “Schlüsselpersonen” vertreten, die durch ihre Kompetenzen oder Positionen die Bedeutung oder Verbreitung von LEADER-Vorhaben positiv beeinflussen können.

Wir vertreten regionale Vorhaben aktiv nach außen und werden zum lokalen Netzwerkknoten für Informationen zu strategischen Themen auf EU-, Bundes- und Landesebene zum Innovationsvermittler. Dazu bieten wir vielfältige Leistungen: methodische Beratung, organisatorische Unterstützung wie Kooperationsanbahnung und Vermittlung öffenlticher Mittel zur Projektumsetzung.

Wenn man in der Fachliteratur zur Regionalentwicklung  recherchiert, dann findet sich zu „LEADER“ der Begriff „neo-endogene Regionalentwicklung“. Die drei Ebenen neo-endogener Regionalentwicklung sind:

 

Regionale Ebene

Regionalisierung der Produktion, Erarbeitung einer lokalen Entwicklungsstrategie, Förderung der persönlichen Beziehungen und lokalen Partnerschaften

 

Verwaltungspolitische Ebene:

Übertragung von Entscheidungskompetenz an die Region, z.B. Vergabe öffentlicher Mittel, Entwicklung einer europäischen Perspektive auf regionaler Ebene, regelmäßige Evaluierung

 

Gebietsübergreifende bzw. transnationale Ebene:

Förderung von Kooperationen und Aktionen in einem europäischen Netzwerk der Regionen

 

Das ist also der LEADER-USP,  verstanden als „unique service point“ im Bereich der Regionalentwicklung. Die Begriffe „top-down“ und „bottom-up“ sind so kein strenges Gegensatzpaar mehr.

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Yvonne Franz, Martin Heintel (Hg.): Kooperative Stadt- und Regionalentwicklung. Wien: UTB facultas, 2025.

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